Die Genießer

loading ...

Alle Genießer schämen sich nicht.
Alle Genießer glauben an die Liebe.
Alle Genießer haben einen vollen Mund.
Alle Genießer leben im Moment.
Alle Genießer sind ab sofort niemandem mehr Rechenschaft SCHULDIG!
Mein Gott, warum schreien Sie denn so?

Genuss ist unser höchstes Gut. Wir alle streben danach. Im Kleinen wir im Großen. Dabei bleibt die Art und Weise wie wir genießen eine individuelle, obwohl wir scheinbar alle gewisse Regeln beachten müssen. Aber unter welchen Rahmenbedingungen entsteht Genuss und wie müssen wir diesen rechtfertigen?

Paulina Alpen, Studiengang Schauspiel, und Mats Süthoff, Studiengang Physical Theatre, begeben sich in ihrer Abschlussarbeit an der Folkwang Universität der Künste zusammen auf eine körperlich poetische Suche nach der Frage: was ist Genuss? Sie nutzen eine bunte Mischung theatralischer Mittel, um das Thema für den Zuschauer sinnlich und körperlich erfahrbar zu machen. Ein Menü der Genüsse, voller Klischees und Abgründe, auf einem Silbertablett serviert.

Bon appétit!

 

Folkwang Preis 2017 in der Sparte Darstellende Kunst

Dr Nest

Die neue Produktion von Familie Flöz

 

Dr. Nest wird am frühen Morgen von Stimmen geweckt.
Doch als er auf der Station in der abgelegenen Heilanstalt «Villa Blanca» langsam zu sich kommt, ist er allein. Unruhe beschleicht ihn. So vertraut ihm die bekannte Umgebung, die eintreffenden Patienten und die Schwester im Dienst sind, so fremd erscheint er sich selbst. Was hat er hier verloren?

Auf der Suche nach Gewissheit hält er sich an Bruchstücke seiner Erinnerung – sein hinter sich gelassenes Leben,  seine zahlreichen Aufzeichnungen und schliesslich an seine Berufung.
Als junger Arzt tritt er selbstbewusst eine neue Stellung an. Getrieben von Neugierde, Wissensdurst und Empathie trifft er auf die ebenso sonderbaren wie rätselhaften Phänomene seiner Patienten: Körper mit Eigenleben, gespaltene Persönlichkeiten, zwanghafte Verwechselungen, Dämonen und Wahnbilder. Was ihn zunächst befremdet, erscheint bald als ein aberwitziger Spiegel eigener Zweifel und Unsicherheiten. Die feine Linie zwischen normal und nicht normal, zwischen bewusst und getrieben, zwischen gesund und krank verbleicht vor seinem Auge. Mutig folgt Dr. Nest seiner inneren Stimme und betritt ein dunkles Labyrinth auf der Suche nach Nähe – und nach sich selbst.

Familie Flöz kehrt in dem aktuellen Stück zurück zur Maske und wirft mit ihr einen Blick auf die rätselhafte Kartografie des Gehirns und in die Tiefen der Seele. Inspiriert durch paradoxe Fallbeschreibungen aus dem weiten Feld der Neurologie öffnet das Ensemble die Türen einer fiktiven Heil- und Pflegeanstalt und offenbart dem Besucher die bizarren Welten seiner Bewohner — und des Personals. Bewegung, Raum, Wort, Licht und Klang erschaffen eine ebenso tragische wie komische Erzählung von der Zerbrechlichkeit menschlicher Leben.

 

EIN STÜCK VON
Fabian Baumgarten, Anna Kistel, Björn Leese, Benjamin Reber, Hajo Schüler, Mats Süthoff, Michael Vogel

MIT
Fabian Baumgarten/Hajo Schüler, Anna Kistel, Björn Leese, Benjamin Reber, Mats Süthoff

REGIE, MASKEN Hajo Schüler
CO-REGIE Michael Vogel
BÜHNE Felix Nolze / Rotes Pferd
KOSTÜM Mascha Schubert
MUSIK Fabian Kalbitzer
SOUND DESIGN Dirk Schröder
VIDEO Martin Eidenberger
LICHT Reinhard Hubert
PRODUKTIONLEITUNGGianni Bettucci
PRODUKTIONSTEAM Julia Danila, Dorén Gräfendorf
ASSISTENZ BÜHNE Theresa Hechtbauer
ASSISTENZ MASKEN Franziska Schubert

www.floez.net